Gebäudeversicherung mit grober Fahrlässigkeit

Gebäudeversicherung grobe Fahrlässigkeit
Gebäudeversicherung mit grober Fahrlässigkeit

Grobe Fahrlässigkeit kann auf vielen Wegen passieren: Brennende Kerzen, ein nicht geschlossenes Fenster, eine laufende Spülmaschine oder ein unbeaufsichtigtes Essen auf dem Herd. Schnell ist man unvorsichtig, und hat grob Fahrlässig gehandelt. Doch genau dieser Fehler kann teuer werden. Ein Blitz kann ins Haus einschlagen, oder ein Baum, der durch einen Sturm entwurzelt, auf das Gebäude stürzt. Schäden passieren. Im Gegensatz dazu gibt es die absichtlich verursachten Schäden, die vom Versicherungsschutz ausgeschlossen sind.  Doch in den seltensten Fällen ist der Sachverhalt so eindeutig und klar. Verursacht eine Person zwar nicht absichtlich oder willentlich einen Schaden, aber „lässt die erforderliche Sorgfalt außer Acht“, spricht man von Fahrlässigkeit. Das ist in § 276 BGB (Bürgerliches Gesetzbuch) geregelt. Wer das Haus bei offenem oder gekipptem Fenster verlässt, macht es Einbrechern leicht, sich Beute zu verschaffen. Hier muss sich der Hausbesitzer wegen fahrlässigen Handelns eine Mitschuld anlasten lassen.

So sieht die grobe Fahrlässigkeit in der Gebäudeversicherung aus

Versicherer A begrenzt die Einrede von grober Fahrlässigkeit gerade einmal auf 10.000 € Schadenhöhe.

Alles was nun höher als die 10.000 € Schadenshöhe ist, wird die Versicherung sich querstellen. 

 

Was kann eine grob Fahrlässige Handlung sein?

Sie vergessen die Kerzen auf dem Adventskranz auszupusten - das Haus oder Wohnung brennt

Eine Lupe wird auf dem Papierstapel vergessen - Durch die Sonneneinstrahlung entzündet sich alles

Im Winter werden die Rohre nicht entwässert und es entsteht ein größerer Rohrbruch

Was ist grobe Fahrlässigkeit in der Gebäudeversicherung ?

Laut Bürgerlichem Gesetzbuch handelt fahrlässig, wer die „erforderliche Sorgfalt außer Acht lässt“ (§ 276 BGB). Das bedeutet, dass jeder die Sorgfalt und Vorsicht aufbringen muss, die in einer bestimmten Situation objektiv vonnöten ist. Damit das Verhalten als fahrlässig eingestuft wird, müssen außerdem die Folgen des sorglosen Verhaltens absehbar und vermeidbar sein. Die betreffende Person muss also prinzipiell die Möglichkeit haben, sich so zu verhalten, dass keine negativen Folgen zu erwarten sind. 

Tut sie das nicht, geht sie ein gewisses Risiko ein, anstatt Vorsicht und Sorgfalt zu zeigen: Sie handelt fahrlässig.

Im Versicherungsrecht geht es beim Thema Fahrlässigkeit konkret um einen Schaden, den jemand zwar nicht beabsichtigt, aber durch sein Verhalten begünstigt und so letztlich verursacht hat. Anders gesagt: Hätte die betreffende Person den Schaden durch ein anderes Verhalten verhindern können, liegt Fahrlässigkeit vor. In diesem Fall kann es sein, dass die Versicherung nicht oder nur teilweise für den Schaden aufkommt.


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Einfache und grobe Fahrlässigkeit in der Gebäudeversicherung

Fahrlässigkeit heißt also, dass ein Verhalten vermeidbar gewesen wäre und die aus der Unachtsamkeit oder Nachlässigkeit möglichen Folgen abzusehen waren. Je nach Schwere und Umfang der Mitschuld wird zwischen einfacher und grober Fahrlässigkeit unterschieden. Doch die Abgrenzung ist oft schwierig und hängt von den jeweiligen Umständen ab.

Einfache Fahrlässigkeit liegt meist vor, wenn ein Schaden aufgrund einer kurzen, spontanen Unachtsamkeit, aus einem Versehen heraus entstanden ist. Grob fahrlässig handelt dagegen, wer die elementarsten Sorgfaltspflichten, naheliegende, einfach zu ergreifende Sicherheitsvorkehrungen außer Acht lässt und in hohem Maße unüberlegt oder unvorsichtig agiert – trotz Kenntnis der daraus resultierenden Gefahren. Beispiele hierfür sind, wenn jemand

ein offenes Kaminfeuer für längere Zeit unbeobachtet lässt,

Feuerzeuge und Streichhölzer für Kinder zugänglich macht oder

bei längerem Verlassen der Wohnung die Tür nur zuzieht und nicht abschließt.

Als Faustformel gilt: Sagt man „So etwas kann jedem mal passieren“, liegt vermutlich eine einfache Fahrlässigkeit vor. Heißt es dagegen „Das darf einfach nicht passieren“, wurde vermutlich eher grob fahrlässig gehandelt.

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