Bank kündigt Baufinanzierung - So gehen Sie vor

Bank kündigt Hauskredit
Bank kündigt Baufinanzierung

Unter bestimmten Voraussetzungen kann die Bank den geschlossenen Darlehensvertrag für eine Baufinanzierung vorzeitig kündigen. Es können verschiedene Gründe für die Kündigung der Baufinanzierung vorliegen. Dennoch sollten Sie nicht gleich den Kopf in den Sand stecken. Für Sie als Darlehensnehmer gibt es Möglichkeiten, damit Sie die Immobilie weiter behalten können. Finanzeulen hilft Ihnen hierbei als unabhängiger Baufinanzierungsberater eine Lösung zu finden, wenn die Bank Ihre Baufinanzierung gekündigt hat.  Aufgrund der vielen Banken auf dem Markt können sich die Lösungen enorm unterscheiden. 

Ist eine vorzeitige Kündigung der Baufinanzierung durch die Bank erlaubt?

In §§ 490 und 498 BGB (Bürgerliches Gesetzbuch) sowie in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) der Banken & Kreditgebern, sind die gesetzlichen Vorschriften für eine vorzeitige Kündigung der Baufinanzierung festgeschrieben. Einfach so die Baufinanzierung vor Ende der Zinsfestschreibung (frühestens nach 10 Jahren) zu kündigen hat die Bank nicht. Das Recht für eine außerordentliche Kündigung gilt somit nur bei vorliegen wichtiger Gründe. Falls Sie sich fragen, ob die Kreditkündigung durch die Bank in Ordnung ist, sollte immer folgendes geklärt sein: Sind die gesetzlichen Vorschriften beachtet und die in dem mit Ihnen geschlossenen Kreditvertrag getroffenen Vereinbarungen in Bezug auf die Vertragskündigung eingehalten worden?

Näheres hierzu erläutern wir untenstehend.


Wir helfen Ihnen weiter wenn die Bank Ihre Baufinanzierung vorzeitig gekündigt hat

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Was sind die Gründe, wenn die Bank Ihre Baufinanzierung kündigt?

Wie wir bereits oben zusammengefasst haben, kann die Bank nur durch einen wichtigen Grund die Baufinanzierung (Kreditvertrag) vorzeitig kündigen. 

  • Verschlechterung der Vermögensverhältnisse
  • Es droht eine Verschlechterung
  • Wert der Immobilie verschlechtert sich 
  • Rückzahlung ist in Gefahr
  • Monatlichen Raten werden nicht mehr gezahlt 

Verschlechtern sich die Vermögensverhältnisse des Kunden oder droht eine Verschlechterung, ist nach § 490 Abs. 1 BGB eine fristlose Kreditkündigung durch die Bank erlaubt. Unter den Vermögensverhältnissen wird  das gesamte, der Zwangsvollstreckung unterliegende Vermögen verstanden. Unter der Verschlechterung von Vermögensverhältnissen ist die Bank in der Pflicht, es zu beweisen. Das bedeutet, dass sie lückenlos darlegen und auch nachweisen muss, dass tatsächlich eine Verschlechterung der Finanzkraft vorliegt. Als ansetzbare Kritikpunkte werden die Vermögensverhältnisse im Augenblick des Vertragsschlusses mit denen im Augenblick der Kündigung miteinander gegenübergestellt. Die außerordentliche Kündigung des Darlehens durch die Bank ist demnach nicht rechtswirksam, wenn der Kreditgeber die Entwicklung der Vermögensverhältnisse des Kunden negativ bewertet.  

  • Weitere Voraussetzung ist, dass durch die Verschlechterung der Finanzlage des Kunden beziehungsweise des Wertes der besicherten Immobilie die Rückzahlung des Darlehens bedroht ist. Wenn also die Immobilie nicht mehr ursprünglichen Wert von beispielsweise 500.000 € hatte, sondern jetzt nur noch 75.000 € hat, bedeutet dies, dass die Verwertung der Sicherheiten von den finanziellen Mittel nicht mehr ausreicht, um den offenen Kreditbetrag der Bank zu tilgen.
  • Eine Kreditkündigung durch die Bank ist auch nach § 314 BGB möglich. Voraussetzung für die fristlose Kündigung des Baudarlehens ist, dass der Kunde seine Zahlungen einstellt.

 

Bevor die Bank Ihnen die Baufinanzierung (den Kreditvertrag) kündigt, muss sie zum Ausgleich der rückständigen Raten innerhalb einer angemessenen Frist eine Aufforderung zusenden. Eine Fristsetzung und eine Abmahnung sind nach § 323 Abs. 2 Nr. 1 und 2 unwichtig, wenn Sie sich der Zahlung endgültig weigern, die rückständigen Raten zu zahlen.

Gleiches gilt, wenn besondere Umstände vorliegen, die eine sofortige Kündigung unter Abwägung der beiderseitigen Interessen begründen.

 

Für den Verbraucher gibt es Schutzvorschriften, die das Recht zur Kreditkündigung durch die Bank in Fällen von Zahlungsverzug einschränken. Laut § 498 Abs. 1 BGB ist die Kündigung eines Verbraucherdarlehens nur erlaubt, wenn der Kreditnehmer mit mindestens zwei aufeinander folgenden Teilzahlungen teilweise oder ganz im Versäumnis ist, und die Bank ergebnislos eine Frist zur Zahlung des rückständigen Betrages gesetzt hat. Die Bank muss den Kreditnehmer auch darauf hinweisen, dass das gesamte Darlehen im Falle einer Nichtzahlung fällig wird.  

  • Neben den gesetzlichen Bestimmungen gibt es auch das vertragliche Kündigungsrecht von Banken und Sparkassen, das in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) festgelegt ist. In diesen Regelungen werden Sie alles über die außerordentliche fristlose Kündigung aus wichtigem Grund finden. Laut den gesetzlichen Bestimmungen ist eine fristlose Kreditkündigung durch die Bank ebenfalls zulässig, wenn der Kreditnehmer falsche Angaben in Bezug auf seine Vermögensverhältnisse angegeben hat und diese für die Kreditentscheidung der Bank von maßgeblicher Bedeutung waren. Die in den AGB der Banken und Sparkassen genannten weiteren Kündigungsmodalitäten entsprechen im Wesentlichen den bereits ausgeführten gesetzlichen Bestimmungen.