Senioren Baufinanzierung - So klappt es mit einer Finanzierung

Baufinanzierung für Senioren
Baufinanzierung für Senioren

Die Chance auf eine Baufinanzierung ist bei Rentnern wegen des statistischen Ausfallrisikos geringer als bei jungen Leuten. Entscheidend ist, dass die Finanzierungsrate bedient werden kann und nicht "ewig" läuft. Einige Banken schieben Vorgaben aus der Wohnimmobilienkreditrichtlinie vor, um keine Finanzierung anbieten zu müssen. So

wird Ihnen immer wieder das Argument entgegengehalten, dass ab dem 80. Lebensjahr

des Kreditnehmers die besicherte Immobilie mit einem Wert von Null anzusetzen sei und damit der Baukredit ungesichert ist.

Faktoren wie Eigenkapital, Bonität oder Zusatzsicherheiten werden einfach nicht geprüft.

Daher ist die Suche nach der passenden Finanzierung oft ein mühsamer Weg. 

Eine Baufinanzierung im späten Alter lohnt sich

Die seit März 2016 geltende Wohnimmobilienkreditrichtlinie sah ursprünglich vor, dass eine Baufinanzierung während der statistischen Lebenserwartung zurückgeführt werden muss. Mit dieser bisherigen Regelung ist der Gesetzgeber aber weit über die Forderung der EU hinausgeschossen.

Die EU forderte nur die ordnungsgemäße Rückführung des Darlehens. Ob diese letztlich durch den Kreditnehmer oder seine Erben erfolgt, stand dabei nie zur Diskussion.

Die Rückführung des Darlehens während der statistischen Restlebensdauer ist bei Rentnern fraglich. Was war die Folge? Nicht wenige Banken lehnen derartige Finanzierungen kategorisch - ohne überhaupt die Machbarkeit zu prüfen - ab. Hier wird das Alter vorgeschoben und ganz vergessen, dass entsprechende Sicherheiten oder ein hoher Eigenkapitalanteil vorhanden sind.  

Grundsätzlich gilt: Ist der langfristige Zinsaufwand niedriger als die zu erwartende Miete ( ohne Nebenkosten ), dann lohnt sich eine Finanzierung immer, da ein Teil der Tilgung durch die Mietersparnis abgedeckt ist.  

So klappt eine Baufinanzierung für Senioren

Meist verfügen Senioren über Eigenkapital ( z.B. Auszahlung einer Lebensversicherung zum Rentenbeginn ) oder über eine weitere lastenfreie Immobilie. Damit sind ausreichend Sicherheiten vorhanden, so dass der Abschluss einer ( geforderten ) Restschuldver-

sicherung den Vorgang nur verteuert. Im Fall der Fälle kann entschieden werden, ob die Immobilie verkauft wird oder die Erben

die Finanzierung fortführen. 

Am Einfachsten ist es jedoch, wenn der potentielle Erbe ( Kind oder Enkel ) als Mitantragsteller in die Finanzierung mit einge-

bunden  ist. Dann "zählt" das Alter des Jüngeren als Messlatte für die Finanzierungsdauer. Dadurch kann die Tilgung oft soweit herabgesetzt werden, dass der Rentner den Aufwand der Finanzierung  tatsächlich gut tragen kann. 

In dem Fall, dass der Kreditnehmer stirbt, führt der Mitantragsteller den Vertrag einfach fort. Damit können auch weitere Auflagen wie die Beleihung bis zu einem maximalen Beleihungswert von 50 oder maximal 60 Prozent leicht ausgehebelt werden. 

Diese Vorausetzungen müssen erfüllt sein, damit die Finanzierung klappt

Das Eigenkapital

Vor allem mit der Höhe ihres Eigenkapitals sollten sich Ältere vor der Kreditbeantragung beschäftigen. Je mehr Eigenkapital

eingesetzt wird, um so niedriger kann die Rückzahlrate ausfallen. 

Lassen sich zusätzliche Geldsummen, beispielsweise aus einer Kapitallebensversicherung, in die Immobilienfinanzierung einbringen, steigert dies die Chancen auf ein Baudarlehen im Alter deutlich.

 

Alle wichtigen Unterlagen bereitstellen

Für das Beratungsgespräch mit der Bank sollten sich ältere Kreditinteressenten gut wappnen. Wer sich entsprechend vorbereitet und der Bank anhand einer Einnahmen-/Ausgabenrechnung darlegen kann, dass er das gewünschte Immobiliendarlehen bedienen kann, hat meist gute Aussichten, eine Finanzierung zu erhalten. 

Darüber hinaus sollten Sie alle wichtigen Unterlagen bei der Bank parat haben, wie beispielsweise Ihre Rentenbescheide, Betriebsrentenbescheide, aber auch Nachweise über etwaige sonstige Einnahmequellen oder Zusatzsicherheiten.


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Darauf sollten Senioren bei der Baufinanzierung achten

Kreditnehmern über 50 verbleiben nur wenige Jahre um einen Baukredit bis zur Rentenzeit zurückzuzahlen. Gelingt dies nicht,

muss von Anfang an sicher gestellt werden, dass auch im Ruhestand die "Restbelastung" tragbar bleibt. 

 

Die Tilgungshöhe

Meist sind die Kinder aus dem Haus, die Karriereleiter ist erklommen, so dass im Regelfall überdurchschnittlich hohe Tilgungs-

raten möglich sind. Im Idealfall ist die Immobilie zum Renteneintritt schuldenfrei. Hier hilft oft der Ablauf von Renten- oder

Lebensversicherungen, um mit dem zufließenden Kapital die Restschulden zu tilgen. Ist das von vorn herein bekannt, sollte darauf geachtet werden, dass die Sonderzahlungen auch kostenfrei in das Darlehen einfließen können. Dann sollte die Finanzierung

problemlos möglich sein.

 

Flexible Rückzahlung

Flexible Darlehensbedingungen sind hier besonders wichtig. Reicht die Rückzahlung noch bis in die Rentenphase hinein, sollte das Darlehen geteilt werden. Da gibt dem Kreditnehmer die Möglichkeit einen großen Teil des Darlehens vor Renteneintritt zu tilgen und den Restbetrag zu erträglichen Raten ( meist unter der aktuellen Miethöhe ) im Ruhestand zurück zu führen.

Die Möglichkeit von Sondertilgungen ( bis zu 10 % pro Jahr ) lassen sich oft vereinbaren.  

 

Möglichst lange Zinsbindungszeit wählen

Die aktuelle Niedrigzinsphase nutzen ermöglicht die Wahl einer langen Zinsbindung. Damit kann der monatliche Aufwand und

der Zinssatz bis weit in den Ruhestand hinein festgeschrieben werden. Die ist für den "überbleibenden" Restbetrag notwendig, um vor "unliebsamen Überraschungen" verschont zu bleiben. Ein starker Zinsanstieg mit entsprechend höherem Aufwand können Sie im Ruhestand nicht gebrauchen bzw. würde eine notwendige Anschlussfinanzierung unmöglich machen.

Daher unser Tipp:

Teilen Sie den Darlehensbetrag auf. Der eine Teil wird bis zum Renteneintritt sicher und komplett zurück geführt und der Rest mit fixierten Aufwand im Ruhestand fortgeführt.