Gebäudeversicherung für Fertighaus

Gebäudeversicherung Fertighaus
Gebäudeversicherung Fertighaus

Ein Fertighaus wird von einzelnen Unternehmen zumeist schlüsselfertig angeboten. Einzelne Unternehmen bieten auch vollständig individuell geplante Fertighäuser an, jedoch sind die Häuser in den überwiegenden Fällen standardisiert. Etwas eingeschränkter als in der individuell geplanten Bauweise kann der Bauherr hier ebenfalls eigene Wünsche realisieren. Die Auswahl an Haustypen, Grundrissen und Materialen ist sehr groß und kann sogar in vielen Musterhaussiedlungen betrachtet werden. Wände, Dach und Decken der Häuser werden in großen Hallen vorgefertigt und nach dem Baukastenprinzip auf der Baustelle in kürzester Zeit zusammengesetzt. Die verwendeten Materialien für den Rohbau des Hauses beschränken sich zumeist auf Holz und der Aufbau erfolgt in Holzrahmenbauweise.

Ist eine Wohngebäudeversicherung teurer für ein Fertighaus?

Die Fertighausindustrie ist mittlerweile auf einem technischen Stand, der es erlaubt auch hier den Begriff Massivbau verwenden zu können. So kommt es immer wieder vor, dass die vorgefertigten Bauteile eines Fertighauses auch aus Leichtbeton oder Ziegeln herstellbar ist oder die Teile werden auf der Baustelle später mit Beton vergossen. Die Bauteile bestehen dann aus massiven Baustoffen, trotzdem werden die Häuser in Bauteilen „fertig“ geliefert und nur noch zusammengesetzt. Das bedeutet, dass heute für diese Art dieser Versicherung keinen Unterschied bei der Höhe der Beiträge, wenn Eigentümer ihre Fertighäuser mit einer sicheren Gebäudeversicherung versichern wollen. So sind diese Fertighausteile immer mehr aus feuerhemmenden Brennstoffen zusammengebaut. 

Fertighaus: Was ist in der Gebäudeversicherung versichert?

Leistungen Wohngebäudeversicherung
Leistungen Wohngebäudeversicherung
  • Ein-Zweifamilienhäuser, Reihenhaus, Doppelhaus und Mehrfamilienhäuser
  • Garagen und Nebengebäude
  • Zubehör, das zu Wohnzwecken oder zur Instandhaltung dient und fest mit dem Gebäude verbunden ist, z. B. Markise, Antennen- und Beleuchtungsanlagen oder Überdachungen
  • Alle Rohre für Klima-, Wärmepumpen-, Solarheizung oder auch Regenwasseraufbereitungs- und Sprinkleranlagen innerhalb und außerhalb des Gebäudes
  • Anlagen zur Nutzung Erneuerbarer Energien, z. B. Photovoltaikanlagen oder Solaranlagen
  • Der Rohbau bis zur Bezugsfertigkeit gegen die Gefahren: Feuer, Leitungswasser, Sturm und Hagel sowie Glasbruch (in Abhängigkeit vom Baufortschritt, bis 36 Monate)

 

Nicht versichert sind bewegliche Gegenstände wie Hausrat. Darunter fallen Kleidung, Elektrogeräte oder Möbel. Also alle Sachen, die Sie bei einem Umzug ohne Ausbau aus dem Gebäude mitnehmen können. Diese können Sie über die Hausratversicherung versichern.

Eine Pflicht zum Abschluss besteht nicht. Für Hauseigentümer ist die Wohngebäudeversicherung unverzichtbar. Die Versicherung kann für Ein-, Zwei- und Mehrfamilienhäuser abgeschlossen werden ebenso wie für Doppelhaushälften, freistehende Häuser und Reihenhäuser. Wenn Sie ein Ferienhaus besitzen, benötigen Sie eine eigene Ferienhausversicherung

 

Tipp:

https://www.swrfernsehen.de/marktcheck/Elementarschaeden-Was-decken-Gebaeudeversicherungen-alles-ab,wohngebaeudeversicherung-100.html

 

Nicht alle Versicherer bieten auch die obig genannten Leistungen an. Durch einen Vergleich verschiedener Tarife können Leistungsstarke aber auch günstige Gebäudeversicherungen für Holzständerbau und ein Holzhaus gefunden werden.  


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Der Wert 1914 in der Gebäudeversicherung bei Fertighäuser

Bei dem Wert 1914 handelt es sich um einen rein fiktiven Rechenwert, der als Grundlage zur Ermittlung des Gebäudeneubauwerts und der Prämienhöhe verwendet wird. Das Jahr 1914 dient als Anfangsbasis, da dies das letzte Jahr in Deutschland war, in dem drei wichtige Faktoren gegeben waren:

  1. Stabile Baupreise.
  2. Währung war zu dieser Zeit goldgedeckt.
  3. Außergewöhnliche Baupreissteigerungen lagen nicht vor.

Der Wert 1914 an sich gibt den Neubauwert des Gebäudes im Jahr 1914 an. Mit Hilfe des jährlich vom Statistischen Bundesamt veröffentlichten Baupreisindex lässt sich somit der Wert 1914 umrechnen, sodass der Neubauwert für ein beliebiges Jahr ermittelt werden kann – sofern für dieses Jahr ein Baupreisindex vorliegt:

  • Wert 1914 = Neubauwert ÷ (Baupreisindex ÷ 100)

Der Baupreisindex für Wohngebäude sowie der Tariflohnindex für Baugewerbe werden jedes Jahr vom Statistischen Bundesamt neu veröffentlicht.

Woher die Idee mit dem Fertighaus kommt

Gustav Lilienthal, Bruder des Flugzeug-Pioniers Otto Lilienthal, erfindet um 1900 in Berlin vollständig vorgefertigte Häuser, die nur noch verschraubt werden müssen. Mit seinem Holz-Baukastensystem wurde er zum ersten Fertighaus-Bauer Deutschlands.

Walter Gropius, Gründer des Bauhauses, fördert ab 1919 die Idee der Fertigbauhause in besonderem Maße.

Mit Hilfe des Architekten Konrad Wachsmann baut Albert Einstein im Jahr 1929 in Caputh, einem kleinen Ort im Südwesten von Potsdam, ein Holzfertighaus. Das Haus ist heute ein Museum.

Die meisten führenden deutschen Fertigbauunternehmen haben ihre Anfänge als Schreinerei im 19. Jahrhundert. Von den 50er Jahren des Wirtschaftswunders profitieren auch diese und mausern sich mit dem Kauf von Industrieanlagen zu den industriellen Fertighaus-Herstellern, wie wir sie teilweise heute noch kennen.