Gebäudeversicherung Leerstand - Schutz bei leerstehenden Gebäuden

Gebäudeversicherung bei Leerstand - Passenden Schutz finden
Gebäudeversicherung bei Leerstand - Passenden Schutz finden

In der Regel ist eine Immobilie bewohnt. Entweder vom Eigentümer selbst oder ein Mieter wohnt zuhause.

Eine Gebäudeversicherung bei Leerstand zu finden ist nicht leicht. Gebäudeeigentümer die für ein leeres Gebäude Versicherungsschutz suchen, erhalten meist eine Ablehnung.

Die normale Wohngebäudeversicherung zahlt sofern vereinbart bei Schäden die durch Feuer,Leitungswasser, Sturm/Hagel oder Elementar entstanden sind. Wenn ein Gebäude nicht bewohnt ist und dies dem Versicherer nicht sofort mitgeteilt wurde, kann meist kein Schutz erwartet werden. Das Gebäude wird für Einbrecher interessant, zudem könnten Jugendliche ein leer stehendes Gebäude aus Spielstätte nutzen oder Obdachlose könnten das Haus als Schlafstätte nutzen.

Gebäudeversicherung bei Leerstand: Diese Gefahren sind versicherbar

Im Wesentlichen sollte die Wohngebäudeversicherung bei Leerstand drei Risiken abdecken: Feuer, Leitungswasser und Sturm,Hagel und bei Bedarf noch Elementar.  Wenn vereinbart sind die folgenden Schäden meistens Standardmäßig versichert:

  1. Feuer
  2. Blitzschlag, Explosion oder Implosion
  3. Überspannung
  4. Leitungswasser (Rohrbruch)
  5. Sturm und Hagel

Schutz der zusätzlich zur Wohngebäudeversicherung abgeschlossen werden kann

  1. Elementarschäden wie Schneedruck,Überschwemmung,Starkregen usw.
  2. Photovoltaik oder Solaranlagen

 und die daraus entstehenden Folgeschäden.

  • Feuerversicherung: Zahlt bei Schäden infolge von Brand, Blitzschlag, Explosion (zum Beispiel Gastherme) oder Implosion (zum Beispiel Fernseher implodiert).
  • Sturmversicherung: Zahlt bei Schäden infolge eines Sturms (ab Windstärke 8, gemessen von der nächstgelegenen Wetterstation), abgedeckt sind aber auch Hagelschäden (keine Windstärken-Grenze) sowie Folgeschäden durch Regen.
  • Leitungswasserversicherung: Zahlt bei Schäden durch Leitungswasser infolge eines Rohrbruchs, poröser Dichtungen, kaputter Schläuche, defekter Armaturen und ähnlichem; abgedeckt sind auch Frost- und vergleichbare Bruchschäden durch andere Flüssigkeiten

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Ein Leerstehendes Gebäude versichern: Eine höhere Gefahr liegt vor

Als Versicherungsnehmer haben Sie wie im Versicherungsvertrag vereinbart die sogenannten Obliegenheiten zu erfüllen. Hier unter besteht auch die Verpflichtung, Veränderungen an der versicherten Immobilie schnellstmöglich an die Versicherung zu melden. Bei Verstößen gegen die Obliegenheiten kann eine Kürung oder sogar ein Verweigerung der Zahlung von Leistung erfolgen. Da ein Leerstand in einem Haus oder einer Wohnung eine deutliche Gefahrenerhöhung darstellt, muss diese Veränderung der Versicherung in jedem Fall mitgeteilt werden. Übliche Gefahren wie ein Leitungswasserschaden können schnell  bemerkt werden und fallen bei einem unbewohnten Gebäude zu spät auf. Aber auch heruntefallende Gebäudeteile sind ein nicht zu vernachlässiges Problem. Sie sollten also einen Leerstand unbedingt und schnell der Versicherung melden.

Leerstand rechtzeitig der Gebäudeversicherung melden

Im einem Fall hatte ein Versicherungsnehmer umfangreiche Sanierungsarbeiten an seinem Gebäude vorgenommen. Das Gebäude war komplett eingerüstet, zudem wurden Arbeiten am Dach vorgenommen, die noch nicht abgeschlossen waren. Dann kam es zu einem erheblichen Sturmschaden. Das Oberlandesgericht (OLG) Rostock entscheid: Die Versicherung muss nicht zahlen (Urteil vom 30.10.2007, 6 U 121/07).

 

Auch beim Thema Leerstand urteilte das OLG Rostock (Beschluss vom 16.07.2007, 6 U 171/06). Das Versicherungsvertragsgesetz sieht vor, dass der Versicherer in Fällen einer sogenannten Gefahrerhöhung durch den Versicherungsnehmer unter bestimmten Umständen nicht zur Leistung verpflichtet ist. Eine solche Gefahrerhöhung kann vorliegen, wenn der Versicherungsnehmer selber eine Erhöhung des Risikos vornimmt, aber auch, wenn eine solche unabhängig vom Willen des Versicherungsnehmers eintritt.