Wald Haftpflichtversicherung - Schützen Sie sich vor Haftpflichtansprüchen

Versicherung für den Wald
Wald Haftpflichtversicherung

Für Sie als Waldbesitzer ist Ihr Wald Existenz, Vermögen und Leidenschaft, aber er bedeutet auch Verantwortung und Risiko. Sichern Sie ihn deshalb nachhaltig und schützen Sie sich mit einer Waldversicherung von vor unvorherseh­baren finanziellen Ereignissen ab. Ein Wald hat viele Funktionen: Er dient dem Klima-, Wasser- und Bodenschutz, ist Erholungsraum sowie Rohstoff- und Energielieferant der Zukunft. Wir finden den passenden Versicherer und helfen Ihnen, dieses wertvolle Stück Natur durch eine Waldversicherung zu schützen. So kann eine Wald-Sturmversicherung Waldbesitzer-Haftpflichtversicherung

Wald Haftpflichtversicherung sinnvoll?

Die Waldversicherung  schützt Sie als Waldbesitzer vor Haftpflichtansprüchen wegen unterlassener Verkehrssicherung sowie vor unvorhersehbaren Einbußen. Also alles auf Ihrem Waldgrundstück passiert werden Sie zur Haftung herangezogen. Die Wald Haftpflichtversicherung ist sinnvoll da diese den Fall prüft und bei berechtigtem Interesse den Schaden bezahlt und bei nicht berechtigtem Interesse den Fall abwehrt. Ein sogenannter passiver Rechtsschutz.

Leistungen der Wald Haftpflichtversicherung

  • Versicherungsschutz bis zu 3 Mio. Euro für Personen- und sonstige Schäden (Sach- und Vermögensschäden) bei Ersatzansprüchen, die sich u. a. ergeben können aus einer Verletzung der Verkehrssicherungspflicht
  • bei Einsatz von nicht zulassungs-/versicherungspflichtigen Arbeitsmaschinen, Anhängern oder sonstigen Geräten
  • optional ist der Versicherungsschutz um eine Umweltschadens­versicherung erweiterbar (der Versicherungsschutz beinhaltet im Falle eines verursachten Umweltschadens neben der Freistellung von berechtigten Sanierungsforderungen auch die Abwehr unberechtigter behördlicher Inanspruchnahme)
  • Haftpflichtansprüche Dritter, die aus dem Besitz und der Bewirtschaftung der deklarierten Waldflächen resultieren 
  • Haftpflichtschäden aus Verletzung der Verkehrssicherungspflicht
  • Haftpflichtschäden, z.B. im Zusammenhang mit Forstnutzung, Holzernte und Holzabsatz 
  • Haftpflichtschäden im Zusammenhang mit Bestandesbegründung, Waldschutzarbeiten, Saatgutgewinnung, Pflanzenzucht und so weiter
  • Haftpflichtschäden bei Wegebau und Unterhaltung
  • Schäden bei Dritten durch Umwelteinwirkungen (Umwelthaftpflicht), z.B. Lagerung umweltgefährdender Stoffe wie Diesel oder Benzin, Dünge- oder Spritzmittel

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Was kostet eine Wald Haftpflichtversicherung?

Der Versicherungsbeitrag richtet sich nach der Größe Ihrer forstlichen Betriebsfläche und der Laufzeit.

Nehmen Sie für ein individuelles Angebot bitte mit uns Kontakt auf. 

Eine Wald Haftpflicht ist sinnvoll alleine wegen folgenden echten Fällen

OLG Düsseldorf, Az.: I-15 U 124/05, Urteil vom 21.05.2008

In diesem Fall war eine am Rande eines Waldgrundstücks stehende Buche auf das benachbarte Grundstück gestürzt und hatte dort einen PKW, das Haus sowie den Vorgarten beschädigt. Das Gericht verurteilte den Waldbesitzer wegen Verletzung der Verkehrssicherungspflicht, da dieser den Baum trotz erkennbarer Gefahren nicht durch einen Sachverständigen hatte begutachten lassen. Die vorhandene Gabelung des Baumes alleine (Zwieselbildung) habe hierzu zwar noch keine Veranlassung geboten. Eine fachmännische Untersuchung sei aber geboten, wenn weitere verdächtige Umstände hinzuträten. Relevant seien insoweit z. B. trockenes Laub, dürre Äste, äußere Verletzungen, hohes Alter, Erhaltungszustand, Eigenart oder Stellung, statischer Aufbau und ähnliches. Vorliegend seien solche Gefahr erhöhenden Umstände im Hinblick auf den Standort des Zwiesels gegeben, da der gesamte Wald erheblich durch Bombensplitter geschädigt gewesen sei, was in besonderem Maße zu Pilzbefall und damit zu mangelnder Bruchfestigkeit führen könne. Da der Umsturz des Baumes durch Hinzuziehung eines Experten hätte vermieden werden können, verurteilte das Gericht den Waldbesitzer zum Ersatz des Schadens des Nachbarn.

  

OLG Saarbrücken, Az.: 4 U 113/05, Urteil vom 21.03.2006

Aufgrund eines Erdrutsches an einem Hanggrundstück wurden Erd- und Schlammmassen auf das Grundstück des Klägers geschwemmt und drangen dort in Kellerräume ein. Das Gericht verurteilte den Waldbesitzer zum Schadensersatz, weil er der Verkehrssicherungspflicht hinsichtlich seines Waldweges nicht nachgekommen war. Insoweit sei er auch verpflichtet gewesen, den Waldweg so zu unterhalten, dass weiter unten liegende Grundstücke vor Schädigungen geschützt seien. Tatsächlich hatte die mangelhafte Pflege dazu geführt, dass der Weg verwildert und sich Wassermassen ansammelten, die dann zum Abrutschen führten.#

  

LG Saarbrücken, Az.: 12 O 271/06, Urteil vom 03.03.2010

Während eines Spaziergangs über einen Forstwirtschaftsweg im Sommer 2006 hatte sich bei leichtem Wind ein Ast von einer Eiche gelöst und die Klägerin am Hinterkopf getroffen. Die Klägerin befand sich nach dem Unfall zunächst in komatösem Zustand und lebt inzwischen in häuslicher Pflege. Vertreten durch ihre Pflegerin beantragte sie die Verurteilung des Waldbesitzers zur Zahlung eines Schmerzensgeldes in Höhe von 200.000 Euro sowie die Feststellung der Eintrittspflicht für weitere Folgen des Unfallereignisses. Das Landgericht wies die Klage mit der Begründung ab, das im Wald selbst, anders als an dessen Rand nur eine sehr eingeschränkte Verkehrssicherungspflicht des Waldbesitzers gelte. Nur in Ausnahmefällen, wenn besondere Anhaltspunkte für eine zeitlich nahe Gefahrverwirklichung vorliege, komme eine Verletzung der Verkehrssicherungspflicht in Betracht. Dies sei hier nicht gegeben. Nach Einschätzung des Sachverständigen sei von dem Baum zwar eine latente Gefahr ausgegangen. Es hätte nach dem äußeren Erscheinungsbild aber durchaus auch noch 10 Jahre bis zu einem Astabbruch dauern können. Der Waldbenutzer könne nicht erwarten, dass hinsichtlich einer solchen potenziellen Gefahr eine regelmäßige, prophylaktische Untersuchung des Gesamtbaumbestandes im Bereich der Wege durchgeführt werde. Dies sei dem Waldbesitzer auch aus wirtschaftlichen Erwägungen heraus nicht zumutbar. Daher müsse derjenige, der trotz der allgemein bekannten Gefahren Waldwege für Spaziergänge wähle, die sich hieraus ergebenden Risiken selbst tragen.

Die Wald Haftpflichtversicherung hat diesen Streitwert übernommen (passiver Rechtsschutz) und wehrte diesen Anspruch auf eigene Kosten ab. 

 

Quelle: https://www.vsdw.de/produkte/12-rechtliches